Integration von ukrainischen Geflüchteten im Landkreis Göttingen: Beiträge studentischer Lehrforschungsprojekte (SoSe 2025/ WiSe 2025/26)
geleitet von Dr. Halyna Leontiy
Output
Die Ergebnisse wurden am Ende des Seminars in Form von wissenschaftlichen Postern (siehe weiter unten) präsentiert. Studentische Forschungsbeiträge wurden im Sammelband 13 der Publikationsreihe SoWiPro veröffentlicht. Ergänzt wurde der Band durch einen Artikel der Herausgeberin sowie das von ihr geführte Interview mit einer zivilgesellschaftlich engagierten Ukrainerin. Der Fokus der Forschung lag zunächst auf dem Landkreis Göttingen. Uns wurden jedoch einige Personen aus dem Landkreis Northeim vermittelt. Die Hauptergebnisse der studentischen Forschung können wie folgt zusammengefasst werden:
- Seit dem Fluchtbeginn im 02/2022 wurden in kurzer Zeit über 1 Million ukrainischer Geflüchteter von Jobcentern registriert und die passive Arbeitsmarktförderung wurde sichergestellt. Auf der Makroebene stellt dies einen großen Erfolg dar.
- Auf der Mesoebene kam es zu Personalengpässen, insbesondere im Bereich der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung. Die Diskrepanz zwischen dem theoretisch geltenden Rechtsrahmen und der Praxis wurde deutlich.
- Integration ukrainischer Geflüchteter erweist sich als kein strukturierter, linearer Prozess, sondern ein widersprüchliches komplexes Zusammenspiel aus individuellen Strategien, strukturellen Rahmenbedingungen, begrenzten Ressourcen und institutionellen regulierenden Anforderungen.
- Das verfügbare soziale Kapital der Geflüchteten sowie deren Eigeninitiative (Selbstwirksamkeit) sind für ihren Integrationserfolg maßgeblich.




